Nun ist Sie vorbei, die glorreiche WM in Südafrika. Auf dem schwarzen Kontinent, der Wiege des Lebens. Zeit für ein ganz persönliches Fazit:
Am meisten genervt haben die Venezuelas. Laut, monotoner Ton, keine Fangesänge – die Dinger sind schlichtweg Scheiße. Leider hat es auch niemand geschafft, diesen Ton herauszufiltern, obwohl ich nach wie vor der Meinung bin, dass das kein so großer Kraftakt sein kann.
Bild von martin-perscheid.de
Ganz ohne gänzlichen Egoismus kann ich sagen: Deutschland hat den ansehnlichsten Fußball gespielt. Jung, schnell, mit Nervenkitzel.
Herausragend war Thomas Müller. Er hat auf dem Müller mit dem Müller richtig schön gemüllert und einen Müller nach dem anderen gemacht. Mit Müller und Übermüller gemüllert, das muss auch ein Gerd Müller erstmal nachmüllern. Herzlichen Müller an Thomas Müller. (Verrückt, dass dieser Typ schon verheiratet ist)
Schweinsteiger war dieses Mal sehr angenehm. Klar, viele Ballkontakte, aber das ist für mich persönlich kein großartiges Indiz, außer dass er sich freilaufen kann und den Ball annimmt und weiterpasst. Kann ich auch. Dennoch hat er seine scheiß Kinderspäße gelassen, mit Übersicht agiert und gefightet. Ich mag Spieler, die sich voll reinhängen und dahingehen, wo es weh tut – aufs Spielfeld.
Arne Friedrich war ebenfalls absolut wunderbar. Klar, Fehler macht jeder, aber wenigstens konnte man sich sicher sein, dass bei anstürmendem Gegner der Friedrich stehen bleibt und an seinen stahlharten Nippeln jeder abprallt.
Am besten bleibt für mich aber der kleine Philipp. Rannte mit Lolli nicht wie die meisten andern ins Rampenlicht, sondern gab die Antwort stets im Spiel. Und nach wie vor sind seine Aussagen zu 99% sehr intelligent und realistisch – guter Mann. Vielleicht klappt es nach der Karriere ja als Regierungssprecher.
Fakt ist auch: man kann mit 8 Toren Weltmeister werden. Die Tapasoten haben nie wirklich tollen Fußball gezeigt, aber eine goldene Regel stets beherzigt: wenn der Gegner den Ball nicht hat, kann er kein Tor schießen. Erinnert stark an Ottos Tzatzikis. (gestern erst gelesen: " … ein egaler Weltmeister." word!)
Was die Schiedsrichter angeht, gab es ja bereits einen Beitrag vor ein paar Tagen. Der Franz hat’s aufn Punkt gebracht.
Ein Wort noch zu Özil: verdammt noch mal, er ist noch lange nicht das Messi-Wunderkind, von dem alle sprechen. Für mich ganz klar Licht und Schatten in regelmäßigen Abständen. Klar, er kann mal ein Tor aus 3km schießen, aber genauso bekloppt stellt er sich teilweise in Zweikämpfen mit dem Ball an. Bei Verlust wird mit den großen Bambi-Augen nur geguckt. Sehr nervig.
Glückwunsch auch an Neuseeland, als einziges Team ungeschlagen. Das muss man erst einmal hinbekommen. Da sollte die Fifa-Weltrangliste nochmals mit F5-Massaker bearbeitet werden.
Natürlich haben die Deutschen verloren, müssen sie ja, ansonsten wittern die anderen Mannschaften verdacht, dass da doch etwas Übersinnliches im Spiel ist. Geht ja nicht. Gegen Serbien waren vermutlich alle müde, war ja auch heiß kalt da unten nahe des Äquators. Gegen Spanien scheint man dennoch in eine Art Allergie-Zeitreise zu fallen, haben sie doch genauso „gespielt“ wie vor vier Jahren. Macht aber nichts, die werden alle alt
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