Biene Majas Erstschlag
Ich hab vorhin einen Beitrag gelesen über die neue Krankenkassen-Reform, die die neue Bundesregierung anstrebt. Unter anderem soll dabei der Arbeitgeberanteil auf 7% eingefroren werden. Daraus folgt logischerweise, dass nur noch eine Steigerung auf Arbeitnehmerseite erfolgen kann. Dazu kommt der weitere Vorschlag, dass man weg von prozentualen Abgaben hin zu einem Pauschalbetrag kommt, die Rede war in dem Beitrag von 150 €. Dazu zitiere ich direkt aus dem Beitrag:
Bisher zahlt ein Geringverdiener mit 1.000 Euro im Monat darauf 7,9 Prozent Arbeitnehmeranteil, also 79 Euro. Bei einem Einkommen von 3.500 Euro sind es 276,50 Euro. Eine Pauschale wäre dagegen für alle Einkommensklassen gleich.
Wo sie künftig liegen müsste, ist völlig offen. Aber ein Rechenmodell macht die Wirkung deutlich: Läge die Pauschale zum Beispiel bei 150 Euro, würde die Belastung für den Geringverdiener fast doppelt so hoch, der Gutverdiener könnte dagegen 126,50 Euro sparen. Da das natürlich irgendwie nicht geht, muss es einen "Sozialausgleich" geben. Das heißt, der Geringverdiener muss – auf welchem Wege auch immer – einen Zuschuss bekommen.
Nach den schwarz-gelben Reformplänen soll das über das Steuersystem geschehen. Das sei auf die Dauer fairer und gerechter als das jetzige Ausgleichssystem, sagte von der Leyen. "Denn das Steuersystem erfasst dann alle, auch alle Einkommensarten", sekundierte ihr FDP-Kollege Rösler.
Ich bezahle als Auszubildender keine Steuern. Muss aber soziale Abgaben leisten. Von den rund 500€ (die genaue Zahl werd ich natürlich nicht nennen) gehen also knappe 140 € an den Staat ab. Bei höherem Gehalt würden Steuern dazu kommen, sodass in etwa 50% vom Gehalt an den Staat gehen.
Wo also, verdammte Scheiße, soll ich 150 € allein für Krankenkasse + die anderen sozialen Abgaben her nehmen, gleichzeitig noch Essen und Trinken und Miete bezahlen? Es reicht so schon hinten und vorne nicht. Steuerlichen Ausgleich kann ich mir getrost feucht abwischen, den hab ich nicht.
Der erste Vorschlag, der mit Mach-84 komplett an der Realität vorbei geht.
Applaus, weiter so!
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