Archive for the ‘Dies und Das’ Category

Gruscheln statt kommunizieren

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Kurz vor dem Jahresumbruch haben die VZ-Netzwerke eine kleine Statistik über das Verhalten der User veröffentlicht.

Die Zahlen sehen den ersten Blick beeindruckend aus. Ich drück das ganze mal anders aus:

Im Vergleich zu hochgeladenen Fotos wurden:

- lediglich 27% Einträge über Buschfunk veröffentlicht
- dafür aber 44% mehr Pinnwandeinträge veröffentlicht
- ganze 347% mehr Nachrichten verschickt
- und 63% mehr gegruschelt

Was mich allerdings wirklich verwundert: es wurde tatsächlich mehr gegruschelt als Pinnwandeinträge geschrieben. Mal davon abgesehen, dass „gruscheln“ mir absolut suspekt vorkommt und es bisher auch noch kein lebender Mensch geschafft hat, mir direkt zu erklären, was das überhaupt sein soll und wie es aussieht, wenn sich zwei Menschen gegenüber stehen und sich mal so richtig durch-gruscheln, find ich das dennoch erschreckend. Wenigstens spricht die Zahl der versendeten Nachrichten gegen eine radikal abnehmende Kommunikation der User.

Gleichzeitig kann man allerdings behaupten, dass die User sehr viel lieber privat kommunizieren, statt öffentlich über Pinnwandeinträge (im Vergleich: 32% Pinnwandeinträge gegenüber privaten Nachrichten. Selbiges zeigt auch die Nutzung des Buschfunks (6% gegenüber privaten Nachrichten). Interessant wäre hier mal eine Statistik von Facebook, um wirklich abschätzen zu können, ob die Einführung des Buschfunks so eine grandiose Idee war. Oder eher doch – wie die tollen neuen Apps – nur ein Versuch, die VZ-Netzwerke in etwa so zu gestalten wie Facebook und damit genauso erfolgreich zu werden. Sieht meiner Meinung nach dennoch alles nach schlecht umgesetzter Kopie aus.

Auf jeden Fall eine interessante Statistik. Ich verabschiede mich mit Worten des großartigen Hank Moody:

Computer sind Wichsmaschinen für Analphabeten

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2009 passiert …

Ich hab bei jensscholz einen Fragebogen als Resumé für das letzte Jahr gefunden und den werd ich mir einfach mal mopsen:

Zugenommen oder abgenommen?

Ich hab keine Waage, aber die Optik und das Gefühl sagt "zugenommen".

Der hirnrissigste Plan?

Fällt mir spontan keiner ein. Aber der unvollendeteste war der, mit zwei Freunden an die Ostsee zu fahren und dort ein Wochenende im Hotel zu verbringen. Es blieb dann auch nur bei der Erstellung eines Brainstorm-Plans.

Die gefährlichste Unternehmung?

Ist noch gar nicht so lange her. Auf der Autobahn in Richtung Leipzig auf der dritten Spur. Ein einfacher Versuch einen Lastwagen zu überholen und dann mit 10 cm Schnee auf der Frontscheibe völlig blind zu sein. Spannend! Vielen Dank an den Fahrer CHristopher für die besonnene Reaktion.

Der beste Sex?

Zuhause. Aber mit 23 ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht.

Die teuerste Anschaffung?

Vom Wert her wohl das Samsung Galaxy. Von den eigenen Ausgaben her der Umzug in eine neue WG.

Das leckerste Essen?

Auch noch nicht all zu lange her: bei Paula vor wenigen Wochen (die ersten und vermutlich einzigen vergewaltigten Pflaumen, die mir geschmeckt haben)

Das beeindruckenste Buch?

Michael Burbaek – Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen (vielen Dank an Katharina)

Der ergreifendste Film?

Das war wohl Klick.

Die beste CD?

Gab es dieses Jahr keine, aber verdammt viele gute Lieder.

Das schönste Konzert?

Fiel dieses Jahr aus.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Paula, René und David. Und mit mir selbst.

Die schönste Zeit verbracht damit…?

Paula, René und David. Und mit mir selbst.

Vorherrschendes Gefühl 2009?

"War ja klar"

2009 zum ersten Mal getan?

Bei René gepennt. Und konsequent zu jeder Zeit seine Meinung gesagt, wenn es nötig war.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?

Personen in der Berufsschule, finanzieller Stress, zahlreiche Gespräche.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Das man mich einstellen sollte.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

"Nur Idioten finden also andauernd ne Freundin? Ach deswegen bist du so lange Single"

2009 war mit 1 Wort…?

Stress und Genuss zugleich

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Ein letztes Mal Deutschland 2009

Besuch bei meiner 102-jährigen Urgroßmutter im Pflegeheim. "Sag mal, hast du eigentlich den deutschen Kaiser noch in echt gesehen?" Sie denkt nach und fragt: "Ist das jetzt der, wo wir immer den Arm heben mussten?"
Christian Walczak

Ein Vater sitzt mit seiner kleinen Tochter auf einer Parkbank. Neben ihnen ein Jugendlicher mit Laptop auf dem Schoß. Der Vater: "Als ich so alt war, gab es noch keine Computer". Die Tochter fragt entsetzt: "Und wie seid ihr dann ins Internet gekommen?"
Jana Müller

Und wenn ich schon dabei bin, ein paar unverifizierte und einfach wiedergegebene Fakten:

- Pumas können nicht brüllen und gelten daher nicht als Großkatzen
- Die bisher langlebigste Glühbirne brennt seit mehr als hundert Jahren im Gebäude der Feuerwehr in Livermore, Kalifornien
- Fidel Castro raucht seit 1985 keine Zigarren mehr
- Thaasphobie ist die Angst davor, sich zu setzen
- Das größte Fußballstadion der Welt ist das Stadion "1. Mai" in Pjöngjang, Nordkorea, und fasst 150.000 Zuschauer
- Arbeitslose Fußballprofis werden bei der Bundesagentur für Arbeit als Künstler geführt
- In Japan gibt es einen Freizeitpark, in dem Kinder Fast-Food-Kellner spielen können
- Die Partnerstadt von Chemnitz ist Timbuktu
- Die Masse an probiotischen Bakterien, die jeder Mensch im Darm hat, beträgt schätzungsweise 1,5 Kilo
- Das bislang wärmste Jahr auf der Erde war 1998

gefunden in der Neon Ausgabe Januar 2010

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Expresado implícitamente

Wir hatten beide Frauen, die uns so geliebt haben, wie wir waren. Sie haben uns bedingungslos geliebt und wir habens verkackt.

Er ist nicht romantisch! Er drück Sehnsucht aus, nach etwas oder jemanden. Er drückt aus, dass alle materielle Dingen nicht wichtig sind. Das Einzige, was zählt, sind Beziehungen.

Weißt du, es ist schön und gut, über ein Happy End zu reden, aber wenn ein Mensch es einfach nicht schafft, wenn er ständig Mist baut, ich schätze, dann ist es irgendwann so weit und du sagst "Verpiss dich" oder irgendwas in der Richtung.

Man hat keine Chance, wenn ein anderer kommt. Und eins sei dir gesagt: es kommt immer ein anderer!

Es gibt kein Leben ohne Liebe, zumindest kein lebenswertes.

Mir gehts gut. Mein Leben kotzt mich an, ich bin von mir selbst angekotzt, aber deswegen bin ich nicht unglücklich.

Du musst dich selbst drum kümmern, dass du glücklich wirst. Das ist purer Egoismus, wenn du den ganzen Tag frustriert Zuhause rumsitzt und du von jemanden anderes erwartest, dass der dich permanent glücklich macht. Ausserdem ist es doch normal, dass man auch mal unglücklich ist.Ich lauf auch nich den ganzen Tag rum und sag:"Hey, das Leben is geil!" Wieso erwarten eigentlich immer alle, dass sie jeden Tag glücklich sind?

Don't cry, say "fuck you" and smile!

Die meisten Menschen rennen durch ihr Leben und finden eigentlich nie jemanden, den sie lieben. Das würde keiner zugeben, weil jeder der Star seiner kleinen romantischen Komödie ist, aber das ist gequirlte Scheiße!

Es bringt nichts zu warten, denn warten ist nur ein ewiges, langgezogenes Selbstzerschlachten mit der Hoffnung, dass diese kleine Flamme Namens Gefühle größer wird. Schon mal ein Feuer gesehen, dass allein durch die Zeit größer geworden ist? Die Pisser gehen einfach aus, je mehr Zeit ins Land verstreicht. Warten bringt nur etwas, wenn man wirklich weiß, dass am Ende was positives steht. Doch das kann man nicht. Das kann man nie.

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Kündigung wegen 9.000 Euro

In den letzten Monaten hat man noch gehört, dass Leute gekündigt wurden, die für ein paar Pfennig Pfandgeld bzw. einem Pfandbon oder für ein Brötchen gekündigt wurden.

Dass das auch andere Ausmaße haben kann, hat jetzt eine Asiatin in Israel bewiesen. Die 26-jährige hatte scheinbar so großes Heimweh nach ihren Verwandten, dass sie für stolze 50.000 Schekel, umgerechnet also ca. 9.000 € telefoniert hat – natürlich vom Telefon ihres Arbeitgebers. Es erklärt sich von selbst, dass sie auf die Anzeige nicht lange warten musste.

Das war aber scheinbar noch nicht genug, hat sie doch noch mehrere Schecks von ihrem Arbeitgeber gefälscht.

Die israelische Polizei ermittelt nun auch noch, ob sie Freundinnen zum Telefonieren eingeladen hat. Nach israelischem Tarif müsste sie 10 Tage ununterbrochen in die Philippinen telefoniert haben um diese Summe zusammen zu bekommen.

Dass es da einen großen Aufschrei wegen der Kündigung geben wird, ist daher wohl eher fraglich ;)

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Facebook als Retter vor dem Knast

Facebook hat den New Yorker Rodney Bradford vor dem Gefängnis bewahrt.

Ihm wurde vorgeworfen, an einem bewaffneten Einbruch in ein Luxusapartment beteiligt gewesen zu sein. Als Strafe haben ihm bis zu 25 Jahre Haft gedroht.

Allerdings gab es da noch einen Eintrag bei Facebook, den Bradford getätigt haben soll. Der dazugehörige Zeitstempel konnte dann belegen, dass er sich zum Tatzeitpunkt bei einem Pfannkuchenessen befunden haben soll. Nachdem die Anklage den Eintrag gesichtet hat, wurde der Verdacht gegen ihn fallen gelassen.

Ich weiß nicht, ob Facebook beauftragt wurde, IP und all diese ganzen Fingerabdrücke, die man beim Surfen im Internet hinterlässt, zu prüfen, aber im Zeitalter von modernen iphone, Smartphones und dergleichen muss es ja nicht unbedingt DER Beweis sein, dass man zu diesem Zeitpunkt auch tatsächlich vor dem Computer gesessen hat, oder?

Dennoch aber bemerkenswert, welche Rollen die sozialen Netzwerke einnehmen können, denkt man noch an den Fall vor einigen Wochen zurück, als zwei kleine Mädchen in einem Kanal gefangen waren und per Status-Nachricht um Hilfe riefen.

Und die Geschichte um die VZ-Gruppen und ihre weit reichenden Auswirkungen gibt es da ja auch noch …

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