Archive for the ‘Dies und Das’ Category

Du sollst nicht pissen auf das fremde Gleis

toilette_50_cent_090621_1732

Denn sonst tuts weh!

Ein Lied davon singen kann ein 33 jähriger Mann aus Düsseldorf, der sich genau diese Aktion geleistet hat. Die Blase drückt, man(n) fühlt sich in der eigenen Haut nicht wohl und das Wasser bahnt sich seinen Weg.

Da kommt schnell der Urinstinkt durch: „Hmm … pissen … jetzt!“

Gedacht getan – blöde Idee!

Bild von toonsup.com

Nein, es kam zu keinem Stromschlag oder dergleichen. Lediglich eine Zug nahm seinen Betrieb auf und fuhr gedankenlos seinem Zel entgegen. Geradewegs auf den angetrunkenen Urinierer zu.

Dieser konnte nur durch einen filmreifen Hechtsprung sein Leben retten. Blöd nur, dass sich das Gleis, auf das er seinen Sprung gerichtet hatte, zwei Meter tiefer befand. Die Folge: schwere Verletzungen am Rücken- und Beinbereich.

Dank Handy konnte er einen Notruf und eine ungefähre Ortsbeschreibung absetzen. Doch da diese nicht genau genug war, brauchte die Polizei fast eine Stunde, um den Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor den bestehenden Gefahren des Bahnverkehrs. Das unbefugte Betreten des Gleisbereiches ist strengstens verboten.

Und auf dem Klo ist man sowieso viel sicherer.

Weiterlesen

Angela Merkel a.k.a. pinocchio

1269495589191

Am 29.10.2010 berichtet Welt online:

Gerade wiedergewählt, schon in der Pflicht beim Reizthema Nummer eins: Kanzlerin Merkel hat bekräftigt, bis 2013 keine Steuern anzuheben: "Wir haben gesagt, in dieser Legislaturperiode wollen wir keine Steuern erhöhen. Dazu stehe ich." Die angekündigte Steuersenkung aber werde erst 2010 ein Thema, so Finanzminister Schäuble.

Am 19.05.2010 berichtet Welt online erneut:

Wolfgang Schäuble will die Sanierung der Staatsfinanzen ohne Steuererhöhungen bewältigen. Das entspreche den Vereinbarungen in der schwarz-gelben Koalition, sagt der Finanzminister. Kanzlerin Merkel soll bereits für das kommende Jahr einen großen Konsolidierungsschritt planen.

Und was liest man am 10.06.2010 auf shortnews.de?

Bild von derstandard.at

Die Mehrwertsteuer soll, bis auf Grundnahrungsmittel, auf 19% angehoben werden, der Solidaritätsbeitrag zweckentfremdet und auf 8% angehoben werden und wenn man schon dabei ist, darf am Spitzensteuersatz auch noch mal gerüttelt werden.

Aber natürlich erst nach der Wahl des Bundespräsidenten. Schließlich will man den Wähler nicht verprellen, sondern verarschen. Wenn schon, denn schon.

Ist es eigentlich genetisch bedingt, dass Entscheider am grünen Tisch keine Ahnung von dem haben, über das sie entscheiden? Ums explizit zu sagen: keine Ahnung von ihren eigenen Wählern haben?

Das größte Gerücht in diesem Land ist die Demokratie!

Weiterlesen

Alle Macht geht vom Volk aus – NICHT!

comic zur rente-2  politiker

Bild von http://www.bds-deutschland.de

Dank iPhone schaff ich es, mich in der Bahn wieder vermehrt Nachrichten aus Deutschland zu widmen.

Ganz großes Thema ist neuerdings der Rotstift der Regierung und dem größten Sparpaket in der deutschen Geschichte. Dazu möchte ich mich nun auch mal äußern (macht ja sonst keiner) und werde das gezielt am N24-Artikel von heute tun:

Koalition will 80 Milliarden einsparen

Die schwarz-gelbe Regierung hat das größte Sparpaket der bundesdeutschen Geschichte beschlossen. Mehr als 80 Milliarden Euro sollen in den nächsten vier Jahren eingespart werden – noch mehr als erwartet. Die größten Einschnitte kommen auf Arbeitslose und den öffentlichen Dienst zu.

Natürlich. Wie sollte es auch anders sein. Die, die am wenigsten haben, werden zur Kasse gebeten. Aber als Politiker geht man mit dem dicken Geldsack nach Hause. Es reicht ja auch, ein paar Monate mit dem Stempel auf der Stirn „Politiker“ durch die Gegend und Boulevard-Presse zu laufen, nur um danach im Alter ausgesorgt zu haben.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bezeichnete das Sparpaket von 81,6 Milliarden Euro als "einmaligen Kraftakt".
Wieso? Sie selbst muss doch nicht sparen. Ihr Kabinett auch nicht. Den Gürtel enger schnallen müssen andere. Ein wunderbarer Alibi-Spruch!
"Es sind ernste Zeiten, es sind schwierige Zeiten", sagte sie nach der zweitägigen Klausur der Regierung. "Wir können uns nicht all das, was wir uns wünschen, leisten, wenn wir die Zukunft gestalten wollen."

Sprachs und plante vermutlich schon die nächste Diätenerhöhung. Stieg in die Limousine und fuhr vermutlich zum zweiten (denn einer reicht ja nicht) Regierungssitz nach Bonn.

FDP-Chef und Vizekanzler Guido Westerwelle sagte: "Wir haben in den letzten Jahren auch über unsere Verhältnisse gelebt." Er räumte ein: "80 Milliarden Euro sparen Sie auch nicht mit der Nagelschere."

Ja, liebe Politiker, das habt ihr, tut ihr immer noch und werdet ihr auch tun. Ich kann kein Geld ausgeben, was ich nicht habe, aber im Saus und Braus leben, das schafft ihr nach wie vor.

Bei Sozialleistungen will die Regierung besonders kräftig sparen. Zuschläge beim Übergang vom Arbeitslosengeld I ins Arbeitslosengeld II werden gestrichen. Bei Hartz-IV-Empfängern will der Staat die Beiträge zur Rentenversicherung einsparen.

Damit die, die tatsächlich keine Arbeit finden und von selbst nicht in die Rentenkasse einzahlen können, im Alter gar nichts mehr haben. Sinnvoll.

Allein dies soll fast zwei Milliarden Euro im Jahr bringen. Die Rentenhöhe will Schwarz-Gelb aber nicht ändern. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte: "Mir war ganz wichtig, dass die Rentner, die an ihrer Situation nichts mehr ändern können, geschützt bleiben."

Aber JEDER Arbeitsloser kann natürlich etwas an seiner Situation ändern. Ist eigentlich irgendjemand bewusst, dass sich jeder Monat, in dem man nicht in die Rentenkasse einzahlt, erheblich auf die Rente, die man angeblich bekommt, auswirkt?

Das Elterngeld wird moderat gekürzt, für Hartz-IV-Empfänger aber komplett gestrichen.

Rolle rückwärts hoch Zehn.

Der Staat will beim Sparen mit gutem Beispiel vorangehen. Bis einschließlich 2014 sollen beim Bund bis zu 15.000 Stellen dauerhaft abgebaut werden.

Wir produzieren mehr Arbeitslose, um zu sparen? Ist ja nicht so, dass Arbeitslose den Staat ebenfalls Geld kosten. Der

Weiterlesen

Was man zu Headlines alles sagen kann, aber nicht muss

7342064_b56e3f4bdf

Seit einigen Tagen komme ich durch trnd in den Genuss, kostenfrei jeden morgen die Welt KOMPAKT zu erhalten. Sehr angenehm, hab ich doch auf dem Weg zur Arbeit mal wieder ein bisschen offline-Lektüre vor den Augen.

So positiv das Ganze für mich auch ist, so schade sind allerdings die Schlagzeilen, die dieser Tage durch die Medien geistern. Hier einmal die von der ersten Seite mit einigen Kommentaren:

Guttenberg spricht von „Krieg“

ACH DU SCHEISSE!!! Afghanistan-Krieg und Guttenberg spricht von Krieg. Weil drei Bundeswehrsoldaten gestorben sind. Müssen auch wir jetzt alle sterben?

Die Übertreibung sollte angekommen sein. Ja verdammt, es ist Krieg und ja verdammt, unnatürlicherweise sterben dabei Menschen. Seien es afghanische Soldaten oder auch deutsche. Warum wird da so ein Aufschrei drum gemacht? Jedem sollte bewusst sein, dass Armee mit Waffen zu tun hat und diese auch eingesetzt werden. Auf beiden Seiten. Und was passiert? Urplötzlich, nach Monaten (oder sind es gar schon Jahre) kommt der große Aufschrei? So tragisch der Vorfall auch ist (und da schließe ich die Bombardierung von Tanklastern, die ebenfalls als Waffen eingesetzt werden mit ein), es ist NORMAL. Vielleicht sollte man die Politik des Schweigens über die tatsächlichen zahlreichen Vorkommnisse, die ich auch während meiner Zeit bei der Bundeswehr mitbekommen durfte und nicht an die zivile Bevölkerung kommuniziert wurden, überdenken und mit der Wahrheit herausrücken. Vielleicht wird dann wieder alles ein einen normalen Rahmen gerückt.

Ministerin greift Facebook an (und droht mit Austritt)

Liebe Frau Aigner,

so nobel Ihr Anliegen und Aktivismus auch ist: Facebook besteht seit 2004, studiVZ seit 2005. Und seitdem entsteht auch die Problematik mit dem Umgang privater Daten. Soll es tatsächlich 6 Jahre gedauert haben, bis die Politik auch darauf aufmerksam wurde, was seit 6 Jahren allgegenwärtig ist? Warum nicht auch mal die anprangern, die so bescheuert sind und private Daten in solche Netzwerke online stellen. Wie schizophren ist es, sich darüber aufzuregen, dass Menschen Zugriff auf persönliche Daten haben, in einem Raum, der sowieso für jeden öffentlich zugänglich ist. Oder gehen Sie auch in eine Sauna um darüber zu lamentieren, dass es zu heiß ist? Jeder ist selbst dafür verantwortlich, was er im Internet preis gibt, also macht es vielleicht auch mehr Sinn diese ganze langweilige und völlig breitgelatschte Debatte nicht all zu einseitig zu führen. Wäre zumindest mal ganz angenehm und was neues …

Apple verkauft 300.000 iPads am ersten Tag

Davon war ja auch mehr als auszugehen. Wie viel Käse verkauft eigentlich Rewe am Tag? Und wie viele Säcke Reis fallen eigentlich auf der Welt so um? Haben wir sonst keine Sorgen?

Der will doch nur spielen (Tiger Woods)

Wie viele Säcke Mehl fallen eigentlich um? Und wer schafft es den Rekord von Woods im Fremdgehen zu brechen? Auch hier die einfache Frage: gibt es nichts Wichtigeres?

Kardinal: Kritik am Pabst ist Geschwätz

So ein Schwein. Sagt der einfach seine Meinung. Es würde der Kirche mehr stehen, weniger zu reden und die Altlasten aufzuarbeiten, so viel wie möglich gerade zu biegen und Installationen zu treffen, damit solche Schandtaten

Weiterlesen

Wie die Menschen mit dem Weltuntergang verarscht werden

Immer wenn im Fernsehen bei Filmen oder Serien große Katastrophen anstehen, hört man diesen ganz pregnanten Signalton.

Ich habe mich letztens gefragt: warum?

Gehen wir mal davon aus, ein riesiger Meteroit rast auf die Erde zu, erbarmungslos die völlige Zerstörung im Schlepptau? Warum dann noch der Warnton? Die Menschen geraten in Panik und rasten völlig aus, das Hirn läuft nur noch im Stand-by-Modus und jegliche Handlung wird mehr oder weniger sinnlos.

Oder die absolute Atomkatastrophe steht bevor. Müssen das die Menschen wissen? Soviel mehr bringt das einem doch auch nicht oder?
Zumindest ist das der Atomkatastrophe egal, ob man sich da noch im Keller versteckt oder nicht.

So oder so hab ich bisher keinen plausiblen Grund gefunden, warum Stunden vor dem Untergang ein Ton in die Welt geschickt wird, der dem totalen Chaos, dass unweigerlich kommt, vorweg greift.

Vielleicht kann mir da ja mal einer ne gute Erklärung geben…

Weiterlesen

H&M und die Fürsorge für Hilfsbedürftige

Tief Daisy hat Deutschland fest im Griff. Im Fernsehen sieht man nur noch eingeschneite Fahrzeuge, die Wetterkarte ist fast vollständig weiß, genauso wie draußen vor dem eigenen Fenster. Und die Temperaturen sind eins: völlig im Keller.

Nun ist es allerdings so, dass nicht jeder ein gesichertes Einkommen hat und auch nicht unbedingt, aus welchen Gründen auch immer, auf staatliche Sozialleistungen zurückgreifen kann/will. Die Rede ist von Obdachlosen, die besonders zu dieser Jahreszeit auf Spenden, wie warmes Essen, heißer Tee und Klamotten angewiesen sind.

So gibt es auch einige Mode-Firmen die fehlerhafte Waren gern an Bedürftige abgeben, statt diese einfach wegzuschmeißen. Doch wie so oft, finden sich auch hier schwarze Schafe. Eines ist die schwedische Modekette H & M.

Laut New York Times wurden in der Nähe eines Geschäfts in Manhattan in den Müllcontainern haufenweise Kleidersäcke mit unbenutzten und geradezu neuwertigen Kleidern (darunter auch eine erhebliche Anzahl an Winterbekleidung) gefunden. So ungebraucht waren die Sachen dann allerdings nicht: bei genauer Betrachtung stellten die Finder fest, dass so gut wie alle Kleidungsstücke mit Rasierklingen bearbeitet und so mutwillig zerstört wurden. In den Jacken fehlte teilweise die Wattierung und von den Handschuhen wurden die Finger abgeschnitten.

Ein Sprecher des Unternehmens ließ hingegen verlauten, dass die Kleidung nicht gespendet werden konnte, da sie gewissen Qualitätsnormen nicht entspreche. Das Unternehmen werde aber daran arbeiten, die gängige Praxis zu ändern. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um fehlende Wattierung und fingerlose Handschuhe handeln musste, vermutlich ein Produktionsfehler beim Umgang mit Rasierklingen. Vielleicht zündet man die Klamotten zukünftig direkt hinter den Geschäften an, dann wird’s wenigstens für ein paar Minuten warm. Allerdings müsste man sich dann eine Ausrede gegenüber den Grünen ausdenken, die wegen erhöhter CO2-Belastung ratzfatz die Schneeballarsenale gefüllt haben wird.

H & M hatte bei mir bisher einen doch noch recht positiven Eindruck, vor allem weil man auch für den kleinen Geldbeutel noch was finden konnte. Aber durch diese Geschichte kann ich jedem nur empfehlen, zwei mal darüber nachzudenken, ob man solch eine Unternehmensphilosophie mit seinem Umsatz fördern möchte oder nicht.

Die nächste Statistik über erfrorene Obdachlose wird da sicher eine gute Denkhilfe sein.

Weiterlesen