Archive for the ‘Dies und Das’ Category

Michael Jackson R.I.P

Ich hab mich lange gesträubt, das Thema anzugehen und eigentlich wollte ich auch gar nicht darüber schreiben. Grund dafür dürfte wohl jedem klar sein: der ganze Hype um seinen Tod.

Wo fängt man da am besten an? An dem Tag, als es publik wurde. Vergessen war der Iran mit seinen Demonstrationen. Vergessen die Schweinegrippe, die Finanzkrise und sämtliche andere Schlagzeilen. OH MEIN GOTT, EIN SÄNGER IST GESTORBEN!

Ich möchte gleich darstellen: ich war nie ein großer Fan von ihm, seine Musik war auch nie die meine. Aber ich habe Respekt vor ihm und seinen Leistungen. Der Erfolg gibt ihm auf jeden Fall recht.

Nun denn, ok, er ist gestorben, augenscheinlicher war er ein Großer. Kann man dann auch verstehen, dass zwei Tage nach seinem Tod immernoch seine Lieder rauf und runtergespielt werden. War ja damals bei dem Tod von Lady Di mit Elton Johns Song nicht anders. Muss man sich mit abfinden.

Aber was ich weder verstehen kann noch will: der ganze Hype reißt nicht ab. Seit Tagen geistert die Geschichte durch die Schlagzeilen. Seine Beerdigung wird riesig groß aufgezogen. Überall tun Leute so, als wären sie mit ihm blutsverwandt. Und die Musik läuft weiter rauf und runter und rauf und runter und rauf und runter.

Sicher mag er für einige ein Vorbild sein. Aber dieses ganze Ausschlachten des Themas ist für mich Leichenfledderei. Als ob das aber nicht schon genug wäre, stellt sich mir eine weitere Frage: in was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, in der erst ein Mensch sterben muss, bis er Aufmerksamkeit bekommt. Speziell auf diesen Fall bezogen, muss man sich nur die Verkaufsstatistiken zu seinen CDs ansehen. Er ist tot und -boooooooom- schon schießen die Verkäufe in die Höhe.

Ich werde weiter versuchen, mich diesem ganzen Trubel um MJ zu entziehen, werde nicht vergessen, dass er wegen mehrfachem Kindesmissbrauch angeklagt wurde (zwar freigesprochen, aber ganz zufällig haben sich da sicher keine Kids zusammen getan und solche krassen Geschichten ausgedacht) und hoffe, dass irgendwann wieder die wichtigen Themen zurück in die Nachrichten finden …

In diesem Sinne
Bless

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marco & peter von der far east band über das internet

Aus gegebenem Anlass:

Vielen Dank an trodin für ein weiteres Sahnehäubschen

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Sehr geehrter Herr Ahmadinedschad

Auch wenn man den Schlagstock, anstelle eines Gespräches einsetzen kann, werden Worte immer ihre Macht behalten!

Soviel dazu

(Und in eigener Sache: "Ich hoffe das die Welt sich ändert und die Dinge besser werden. Aber am meisten hoffe ich das du verstehst was ich meine wenn ich dir sage, obwohl ich dich nicht kenne und obwohl ich dir wohl nie begegne, ich nie mit dir lache, weine, oder dich küsse, das ich dich liebe von ganzem Herzen, Ich liebe dich…" Tolle Formulierung. Beide Zitate aus V wie Vendette. Es gibt tatsächlich noch Filme mit pädagogischen Inhalten)

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Ein Licht zeigt Hoffnung. Tausend Lichter zeigen Gesicht

Mit einer Lichterkette haben etwa 1000 Exiliraner am Abend rund um die Hamburger Binnenalster ihre Solidarität mit den Menschen im Iran bekundet. Unter dem Motto «Ein Licht zeigt Hoffnung. Tausend Lichter zeigen Gesicht» erinnerten sie an die zahlreichen Opfer bei den Demonstrationen nach den Präsidentschaftswahlen im Iran. Als Zeichen der Trauer für die getöteten Demonstranten trugen die Teilnehmer schwarze Kleidung und eine Kerze. Die iranische Gemeinde in Hamburg zählt zu den größten in Europa. (Quelle: www.ad-hoc-news.de)

Besonders durch den Tod der Studentin Neda aus dem Iran hat die Protestbewegung ein Gesicht bekommen. Neda ist tot. Sie starb an einer Schussverletzung am Samstagmorgen. Nur wenige Stunden später stand ein Video auf Youtube, auf dem ihre Ermordung zu sehen ist: Ein Schuss trifft die junge Frau in den Brustkorb, sie stürzt zu Boden. Zwei Helfer versuchen vergebens, die Blutung zu stoppen. Neda stirbt binnen einer Minute. (Quelle: www.faz.net)

Es wäre falsch zu sagen, dass ich gespannt bin, wo das hinführt. Viel mehr hoffe ich, dass es endlich besser wird.

Und bei allem Respekt gegenüber Michael Jackson: ich hoffe, dass trotz dessen der Fokus weiter auf dem Iran und seine derzeitige politische Lage bleibt!

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Becki und Torben

Gut find ich das ja nicht. Aber seine Augen sollte man nicht davor verschließen ;)

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Bye Bye MySpace

Auf die anhaltenden Einbrüche bei den Besucherzahlen folgt eine Entlassungswelle: MySpace hat fast alle wichtigen Trends im Social Web verschlafen und wenig Möglichkeiten, die Abwärtsspirale zu stoppen.

Wir werden gerade Zeuge eines im globalen Kontext bisher einmaligen Ereignisses: der Niedergang eines sozialen Netzwerkes, das noch vor zwei Jahren weltweit führend war. Die Rede ist natürlich von MySpace, dem zur News Corporation gehörenden Dienst, der gerade tiefgehende Personaleinschnitte verkünden müsste. So entlässt das Unternehmen rund 500 Angestellte in den USA und 300 in den 15 internationalen Büros. Die Zahl der Mitarbeitenden außerhalb der USA sinkt deutlich von 450 auf 150.

Was ein schwerer Schlag für die Betroffenen ist, kommt keineswegs unerwartet. Schon seit einiger Zeit ließ sich das Entwicklungspotenzial von MySpace in Frage stellen. Schritt für Schritt verlor und verliert der international präsente Dienst an Besuchern, während Erzrivale Facebook kräftige Zuwächse verzeichnet. Mittlerweile hat der blau-weiße Konkurrent MySpace als führendes soziales Netzwerk außerhalb Chinas abgelöst.

Das Beispiel MySpace zeigt, wie der für das Wachstum eines Social Networks notwendige Netzwerkeffekt auch in die umgedrehte Richtung verlaufen kann: Je größer die Zahl der User, die dem Dienst den Rücken kehren oder ihre Aktivität einschränken, desto geringer der Nutzen für andere, die sich dann ebenfalls nach Alternativen umschauen. Eine Abwärtsspirale beginnt, die sich nur schwer stoppen lässt.

Die Liste der von MySpace begangenen Fehler ist lang. Zu nennen sind unter anderem unschöne, unübersichtliche und billig wirkende Profilseiten, eine hohe Spamanfälligkeit und ein zu starker Fokus auf virtuellen Personen statt echter Identitäten – vom völligen Verschlafen des Echtzeitwebs – immerhin der heißeste Trend des Jahres – ganz zu schweigen.

Vor zwei bis drei Jahren war der von MySpace gewählte Weg durchaus richtig und resultierte in steigenden Besucherzahlen und Umsätzen. Doch dann verlor das Unternehmen den Anschluss und spielt seitdem nur noch zweite Geige.

Drastische Sparmaßnahmen und Entlassungen sind daher keine Überraschung. Die Zukunft von MySpace ist mehr als ungewiss. Ob die Einschnitte helfen werden, den Service zurück auf den Erfolgspfad zu bringen, bleibt fraglich. Um erneut die Aufmerksamkeit der User zu erlangen, müsste sich MySpace neu erfinden. Wir warten ab, ob dies dem geschmälerten Team um den neuen CEO Owen Van Natta gelingt. Eines ist sicher: Als klassisches Social Network wird MySpace keine Sternstunden mehr erleben.

Original auf: http://netzwertig.com

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