Wie auf netzpolitik.org mittlerweile zu lesen ist, geht die Fotografin, die sich für die Wahlplakate verantwortlich zeigt, nun gegen die veränderten Werke vor. In einem Telefonat mit dem Inhaber von netzpolitik.org soll sie gesagt haben, dass die Bilder nur zu bestimmten Bedingungen an die CDU lizenziert worden sind. Und für sie ist es eine Verletzung ihrer Kunst, wenn die Bilder so zerhackt werden.
Nun, in der Berufsschule wurde mir vor kurzem noch beigebracht, dass Bilder für redaktionelle Inhalte grundsätzlich zur Verfügung stehen. Erst bei einem kommerziellen Einsatz muss um die Erlaubnis des Abgebildeten bzw. des Lizenzinhabers gebeten werden.
Zudem hat der Fall Klinsmann in Sachen Jesus-Satire gezeigt, wie hoch die Meinungsfreiheit (noch) angesiedelt ist.
Meiner Meinung nach (ohne direkten juristischen Hintergrund) darf man die Bilder in einem Blogeintrag durchaus zeigen, da es sich eben um redaktionelle Beiträge handelt. Besagte Fotografin sollte sich sowieso erstmal mit den Künstlern der Bilder selbst auseinandersetzen, da genau die es waren, die ihr Werk satirisch verändert haben. Wenn denn da überhaupt ein Rechtsanspruch besteht.
Und ganz allgemein kann ich nur sagen: macht man sich nicht erst recht lächerlich, wenn man genau so vorgeht wie besagte Dame? Da gibt es doch ganz andere Beispiele, in denen Persönlichkeiten satirisch dargestellt wurden. Und diese haben das einzig Richtige getan: ruhig sein und die Sache ausharren um solche Geschichten nicht noch mehr aufzubauschen. Aber Einige müssen es ja dann doch drauf anlegen.
Ich denke, ich würde mich da nochmal mit einem Anwalt beraten und (davon gehe ich aus) mit einiger Rechtssicherheit den Spaß durchziehen. Meinungsfreiheit muss ja besonders im Falle Wolfgang Schäuble immer größer geschrieben werden ..
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