Heute ist Homeoffice-Tag

Wie toll ich Menschen finde, die ihre Arbeit lieben und jeden Tag aufs neue mit der Sonne aus dem Arsch scheinend angehen, hab ich ja schon mehrfach erwähnt. Wenn nun noch die Zeitgeschichte mit am Pokertisch sitzt und einem direkt in die Karten spielt, kann das nur eines bedeuten: ein Posting hier.
Worum es geht: 1929 hat der Bürgermeister in L.A. 42 Druckereien und 17 Papeterien (schreibt man das so? Die Jungs, die halt Papier herstellen, verarbeiten und verkaufen – ihr wisst schon) gelistet. Heute sind ist jeweils noch eine. Der eine ist der älteste Papier-Shop (klingt auch scheiße irgendwie) in L.A. – der andere arbeitet mit 600 Jahre alter Technologie.
Alles ohne den üblichen Technick-High-Tech-Schnickschnack-Computer-Smartphone-Krempel. Eben noch echte, schweißgetriebene Handarbeit. Seht selbst:
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Irgendwo hier auf diesem nahezu wertlosen Stück Internet-Speicherplatz habe ich mich schon mal mangelhaft darüber ausgelassen, dass mir immer häufiger diese ganzen Kommunikationstools zu viel werden, das ständige erreichbar sein über den Kopf wächst und alles zu viel und zu schnell abläuft, als das man wirklich alles erfassen kann. Kurz gesagt: ich will alles mitbekommen, aber es ist schlichtweg unmöglich und immer mehr macht sich die Befürchtung breit, dass zu viele zu wichtige Infos an mir vorbeilaufen.
Klar, mit etwas Glück wird dann alles breiter getreten als der Hundehaufen heute morgen an der Kreuzung, sodass es irgendwann auch bei mir ankommt – aber zu spät. Blöd. Kacke. Kein Wunder, dass ich mich bereits jetzt öfter wie 40, manchmal sogar wie 41 fühle. Nimmt kein gutes Ende. Und dabei vergessen wir (und vor allem ich), wie alles eigentlich angefangen hat. Wer denkt denn noch an Rauchzeichen, Höhlenmalerei oder den Buchdruck? Meilensteine in der Geschichte, die heute vom Großteil als selbstverständlich hingenommen werden.
Wer von euch weiß denn noch, wie das Leben war ohne Smartphone – gar ohne Chat, Facebook oder SMS? Wie konnten wir das nur überleben?
Cyril Calgaro und Arnaud Laffond haben sich einmal die Mühe gemacht und einen recht kurzen Abriss der Geschichte der Kommunikation zu zeigen – in einem wirklich ansehnlichem Animationsfilmchen, der ruhig länger gehen könnte:
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Ohgottohgottohgott. Schon mal auf die Uhr geguckt? Es ist nahezu Weihnachten. Davor kurz mein Geburtstag, danach schon wieder Ostern und irgendwo mittendrin kommt auch noch der Geburtstag von meiner Mama. Und natürlich wieder überhaupt keine Ahnung, was ich mir wünschen könnte, geschweige denn für was ich auf der Straße singen müsste, um es anschließend zu schenken. Naja fast. Ein paar Ideen sind mir da schon gekommen, wie z.B. 'ne Tasse oder ein neues Bett oder 'n Kleiderhaken. Nicht besonders kreativ, dafür wenigstens billiger als man es von mir dachte. Aber seht selbst:
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