Ein Abend …
… der einen völlig zu Recht für einen kurzen Moment aus dem Alltag und seinem emotionalen Gefängnis zieht. Aus diesem schlechten Film, bei dem Dummheit wie vergiftete Pflanzen aus dem kranken Boden schießen.
Ich bin immer wieder überrascht, wie man mit diesen Menschen, diesen gottverdammten Individualisten, über Dinge reden kann, über die man selbst gar nicht reden mag. Über Themen, die einem nicht redenswert erscheinen. Und doch entwickelt sich so etwas, wie ein Gespräch mit Gedankeninhalt. Substanz. Substanz.
Ja, dieser Abend war gut. Anders als gedacht. Anders? Gedacht? Wahrscheinlich nicht. Es ging um viele Themen. Um unangenehme Themen. Unvorhergesehene. Für einen kurzem Moment um mein Thema. Zum Glück nur kurz.
Es ging darum, ob man auf Frauen warten kann. Ob diese Flamme, die als Gefühle beschimpft wird, größer werden kann, wenn man nur lang genug wartet. Dilettantische Selbstanalysen, amateurhaftes herumstochern in der Psychosuppe, gefundene Antworten. Aber sind das die Antworten die man umsetzt? Sind es die richtigen Antworten? Gibt es richtige?
Ein kurzes Einschub mit Wahrheit und Humor: „Frauen sind der Teufel“ – „Nee, ich lieb die“. LOL. L – O – fucking L.
Es gab viel Musik – auch Live-Musik, bedächtiges Schweigen. Wir waren zu Dritt, zu Fünft, zu Viert.
Und dann eine lange Phase der Selbstreflexion. Um mich herum Leute, die singen und lachen, in mir ein Wirbelsturm aus Gedanken, verpassten Möglichkeiten und Optionen, die längst verstrichen sind.
Letztendlich hat sie alles schon beendet mit der Tatsache, dass sie ihrem Ex nicht von mir erzählen
konntewollte.
Der Prozess geht weiter. Muss weiter gehen.
Und dennoch ist wie von Geisterhand eine SMS aus meinem Telefon gerutscht. Sachen gibt’s …
So verabschiede ich mich mit einem Lied..





























